Newman Escrima
Was ist Escrima? Die Wurzeln des Newman Escrima
Escrima ist ein dynamisches, logisches und relativ junges Waffenkampfsystem, das seinen Ursprung im Jahr 1974 mit dem Beginn des Escrimatrainings von GM Bill Newman findet, und dessen Wurzeln in Stockton/ USA und London/ England liegen.
Escrima ist eine hoch entwickelte Kampfkunst, die sich streng an mathematischen und physikalischen Gesetzen orientiert und die in ihren Bewegungen äußerst ökonomisch ist. Trainiert wird nur, was in der Realität auch wirklich anwendbar ist. Unterrichtet wird nach dem Motto „weniger ist mehr“. Auf komplizierte und akrobatische Bewegungsabläufe wird zugunsten von Einfachheit und Effektivität verzichtet.
Letztlich möge die Escrima-Schülerin und der Escrima-Schüler die Angst vor den Waffen verlieren und sich anstelle dessen zielsicher zur Wehr setzen, sich der Waffe des Angreifenden bemächtigen und die Bedrohungssituation beenden.
Verschiedene Techniken
Es gibt Techniken für den Kampf mit einem Stock (Solo Baston, Solo Olisi), mit zwei Stöcken (Doble Baston, Sinawali, Sulawali), mit einem Langstock anstelle eines Schwertes, außerdem mit sehr kurzen Stöcken (Palmsticks von engl. palm – Handfläche), kaum länger als eine Hand breit, ferner mit dem Dolch, genannt Daga (Espada y Daga) und auch ohne Waffen. Die waffenlosen Techniken zielen hauptsächlich darauf ab, dem Gegner die Waffe abzunehmen.
Waffenwahl
Für das Training werden üblicherweise Rattanstöcke verwendet. Auch Holzstöcke sind möglich, aber sollten erst mit einiger Trainingserfahrung verwendet werden.
Für das Üben der Schwerttechniken gibt es stumpfe Klingenwaffen, mit denen keine Schnitte möglich sind. Sie lassen aber in Größe und Gewicht richtige Messer nachempfinden.
Die Meister auf den Philippinen verwenden bis heute echte Klingen.
Geübt wird auch mit Gegenständen, die aus dem Alltag stammen, beispielsweise ein Kugelschreiber oder ein Regenschirm. Wichtig ist es, Sicherheit im Umgang damit herzustellen.
Abstand schaffen
Durch die Verwendung eines Gegenstandes wird Kraft und Gewicht eines Gegners relativ, den durch die Verlagerung ist die Geschicklichkeit im Umgang mit der Waffe gewichtiger.
Historie
Escrima hat seine Wurzeln auf den Philippinen. Die Techniken wurden über Generationen im Geheimen weitergegeben. Sie wurden zur Verteidigung entwickelt und ermöglichten den Einwohnern der Philippinen sich gegen die spanischen Besatzer und deren Waffen erfolgreich zur Wehr zu setzen.
Erst zur Mitte des 20. Jahrhundert gelangte Escrima nach Amerika, in die „Neue Welt“. Philippinen hatten sich dort niedergelassen und übten ihre Kampfkunst weiter. Zunächst nur unter sich ausgeübt, gelangte Escrima erst in den folgenden Jahrzehnten zu Popularität.
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Siu Nim Tao – Grundtechniken
Die SiuNimTao beinhaltet die fundamentalsten Kampftechniken des WingTsun-Systems. Diese Form wird noch ohne Schritttechniken im Vorkampfstand geübt, wobei dem Unterkörper ein oftmals nicht beachteter Zweck zukommt. Die SiuNimTao stellt zwar die erste Form dar, welche der Schüler erlernt, was aber keinesfalls bedeutet, dass dies eine Form nur für Anfänger ist.
Cham Kiu – Verteidigungstechniken
ChamKiu bedeutet, die Arme des Gegners zu suchen, damit über diese eine Brücke zum Gegner geschlagen werden kann, über die der Angriff zu ihm getragen wird. Die ChamKiu ist in jedem Falle ausreichend, um sich gegen schwerste Angriffe (Schläge, Tritte, Halten, Hebeln, Werfen, Würgen, etc.) erfolgreich zu wehren und den Angreifer unschädlich zu machen. In der ChamKiu werden bereits Schritte, Tritte und Wendungen mit gleichzeitigen Armbewegungen praktiziert.
Biu Tze – Angriffstechniken
Während die erste Form die Grund- und die zweite Form die Verteidigungstechniken liefert, handelt es sich bei der dritten Form um Angriffstechniken (raffinierte Angriffe mit Fingern, Ellbogen, Handkanten, …). Außerdem entdeckst Du zusammen mit einer ausgeklügelten Fußarbeit eine neue Art der Kraft (peitschende und schneidende Kraft).
Muk Yan Chong – Holzpuppe
Die Holzpuppen-Techniken gehören zum fortgeschrittensten Unterrichtsprogramm des WingTsun. Es gibt spezielle Bewegungen in der Puppenform, die gegen bestimmte Grundbewegungsmuster der anderen Formen entwickelt worden sind. Oft kann mit der Puppenform ein langsamerer und schwächerer Schüler schnellere und stärkere Mitschüler besiegen, die dieses fortgeschrittene Programm noch nicht erlernt haben.
Baat Cham Dao -
Die acht spaltenden Messer
Die letzte und höchste Form im Wing Tsun Kung Fu-System, ist die Technik der sogenannten „8 spaltenden Messer“ (Doppelmesser) oder Baat Cham Dao.
Die Doppelmesser im Wing Tsun Kung Fu sind in ihrer Form am ehesten mit kurzen Breitschwertern zu vergleichen. Sie eignen sich sowohl zum Schneiden/Hacken (Spalten) als auch zum Stechen. Aufgrund ihrer relativ kurzen Länge sind sie schnell und wirkungsvoll im Nahkampf gegen alle Arten von Hieb- und Stichwaffen einsetzbar. Die Baat Cham Dao-Form besteht, wie ihr Name schon andeutet, aus acht verschiedenen Technikfolgen-Sätzen verschiedener Angriffs-Kombinationen.
Grandmaster Yip Man
Yip Man erlernte 1906 die bis dahin noch kaum bekannte Kampfkunst Wing Chun von Chan Wah-shun (陳華順 / 陈华顺, Chén Huáshùn), der von 1901 bis 1906 in einem Laden für Porzellan- und Steinzeugwaren (缸瓦店) auf der damaligen Straße namens Lin Fa Dei (蓮花地大街 / 莲花地大街, Liánhuādì Dàjiē) in Foshan arbeitete und Wing Chun-Schüler ausbildete. Spätere Lehrer Yip Mans waren Chans Schüler Ng Jung-su (吳仲素 / 吴仲素, Wú Zhòngsù) und Leung Bik (梁璧, Liáng Bì, 1845–1920), ein Sohn von Chans Lehrer Leung Jan (auch Leung Jaan 梁贊 / 梁赞, Liáng Zàn). Leung Bik ist der zweite Sohn Leung Jans und der jüngere Bruder von Leung Chun (梁春, Liáng Chūn). Er kam während der politisch instabilen Zeit der kaiserlichen Qing-Regierung (1644–1912) nach Hongkong, um Geschäfte in der Textilbranche zu machen. Mit fünfzehn Jahren ging Yip Man nach Hongkong, um dort zur Schule zu gehen, verließ die Stadt jedoch für zwei Jahre wieder, um seine Ausbildung in der Kampfkunst zu beenden. Als Sechzehnjähriger traf 1909 Yip Man in Hongkong Leung Bik. In dieser Zeit wurde Yip Man dessen Kungfu-Schüler in Wing Chun. Yip Man arbeitete später auch einige Jahre als Ermittler für die Polizei in Südchina, bevor er Ende 1949 (Gründung der VR China am 1. Oktober) wieder nach Hongkong kam, um eine Wing-Chun-Schule in der Kowloon Restaurant Association zu eröffnen. Dieser folgten später noch weitere. 1966 wurde (alle bekannten Quellen geben dies so an) auf einen Vorschlag Yip Mans hin die Ving Tsun Athletic Association von seinem Sohn, Yip Chun, und sechs weiteren Schülern in Hongkong gegründet (Yip Man verwendete die Transkription Ving Tsun für die Kampfkunst, die in Europa häufig als Wing Chun transkribiert wird; siehe auch hier).
Yip Man unterrichtete Wing Chun erstmals in seiner Heimat Foshan, später in Hongkong. Dabei sind folgende Standorte der Räumlichkeiten bekannt.
Quelle: Wikipedia
Yip Man Haus - Rückzug ins Privatleben
Als letzte Maßnahme, um Wing-Tsun zu fördern, gründete Yip Man 1967 mit Hilfe seiner Schüler die „Hong Kong Ving Tsun Athletic Association“. Zwei Jahre später, also 1969, schickte dieser Verband ein Team von Kämpfern zum „First South East Asia Kung-Fu-Tournament“, das in Singapore veranstaltet wurde. Das Team schnitt nicht so erfolgreich ab, wie der Verband es erwartet hatte.
Deshalb kehrte Yip Man zurück, eröffnete mehr Klassen und senkte auch die Unterrichtsgebühren. Vorher konnte aufgrund der hohen Schulgebühren nur die privilegierte Klasse Wing-Tsun lernen. Nun erfolgte ein reger Zustrom auch der unteren Klassen, wodurch der Bekanntheitsgrad des Wing-Tsun wuchs.
Im Mai des Jahres 1970, als der Unterricht in allen Klassen zufriedenstellend lief, zog sich Yip Man endgültig vom öffentlichen Unterrichten zurück. Er übergab seine Schule und seine Schüler seinem Lieblingsschüler Leung Ting und wollte den Rest seines Lebens ruhig und zurückgezogen verbringen.
Quelle: Wikipedia
Großmeister Yip Man und Bruce Lee
Yip Man und Bruce Lee
Unter den Schülern Yip Mans war Bruce Lee einer der bekanntesten. Bruce Lee traf Großmeister Yip Man in Hongkong, als er dort das St. Francis College besuchte. Bruce Lees Vater, Lee Hoi Chuen, war ein guter Freund Yip Mans. Beide waren Flüchtlinge aus Fatshan. Weil Bruce Lees Vater und Yip Man sich so gut verstanden und Bruce Lee so viel Ehrgeiz und Fleiß beim Studium der Kampfkunst zeigte, gab Großmeister Yip sich beim Unterricht von Bruce Lee besondere Mühe. Aber nach knapp drei Jahren konnte Bruce Lee seine Wing-Tsun-Lektionen nicht mehr fortsetzen, denn er musste Hongkong verlassen, um in Amerika ein akademisches Studium zu beginnen. Bruce Lees Abschied von Großmeister Yip Man machte keinesfalls den Eindruck einer endgültigen Trennung von Schüler und Meister. Aber es gab schon Anzeichen von Missstimmung.
Yip Man ermahnte Bruce Lee vor dessen Abreise, dass Kung-Fu zu den höchsten chinesischen Künsten zähle, dass Chinesen diese Techniken für sich behalten müssen, um sich zu verteidigen und die Gesundheit zu erhalten. Und dass deshalb die Techniken des chinesischen Kung-Fu Ausländern nicht ohne Vorbehalt gezeigt werden sollten. Bruce Lee versprach, sich daran zu halten. Aber sobald er in Amerika ankam, eröffnete er eine Kampfschule, nahm ausländische Schüler an und brachte ihnen Wing-Tsun-Techniken bei. Großmeister Yip Man war darüber sehr erstaunt und enttäuscht.